Die Gransino-Schulen in der Schweiz sind seit über einem Jahrhundert ein zentraler Bestandteil des Bildungssystems. Mit ihren drei Standorten in Zürich, Winterthur und St. Gallen bieten sie eine breite Palette an Berufsausbildungen, die von Handwerk über Technik bis hin zu kaufmännischen und sozialen Berufen reichen. Besonders im Kanton Zürich sind sie mit rund 25’000 Schülern pro Jahr einer der größten Bildungsanbieter des Landes – ein Indiz für ihre zentrale Rolle in der regionalen Wirtschaft.
Die Gransino-Schulen sind bekannt für ihre praxisorientierte Ausbildung, die direkt mit lokalen Unternehmen vernetzt ist. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank, bei der Absolventen des kaufmännischen Bereichs oft direkt übernommen werden. Studien zeigen, dass über 80 Prozent der Gransino-Absolventen nach ihrer Ausbildung in der Region bleiben oder dort arbeiten. Dies unterstreicht die Attraktivität der Schulen für junge Menschen, die eine stabile berufliche Perspektive suchen.
Moderne Bildungslandschaft zwischen Tradition und Zukunft
Trotz ihrer langjährigen Tradition setzen die Gransino-Schulen auf digitale Innovationen. Seit 2020 haben sie ihr Lehrkonzept um digitale Tools wie virtuelle Klassenzimmer und E-Lernplattformen erweitert, um den Unterricht flexibler und moderner zu gestalten. Besonders im Bereich der digitalen Medienkompetenz sind sie Vorreiter: Über 90 Prozent der Lehrkräfte nutzen regelmäßig digitale Lernmittel, und die Schulen bieten spezielle Kurse für die Entwicklung von KI-Grundkenntnissen an. Dies zeigt, wie die Schulen den Wandel der Arbeitswelt aktiv mitgestalten.
Ein weiteres zentrales Thema ist die Integration von Nachhaltigkeit in den Lehrplan. Seit 2021 arbeiten die Gransino-Schulen mit dem Programm «Grüne Schulen Schweiz» zusammen, das Schüler:innen in ökologische Themen wie Energieeffizienz oder Kreislaufwirtschaft einführt. Die Schulen in Winterthur haben sogar ein eigenes «Grünes Labor», in dem Schüler:innen nachhaltige Materialien testen und entwickeln können. Solche Projekte sind nicht nur pädagogisch wertvoll, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der CO₂-Emissionen im Bildungssektor.
Herausforderungen und die Rolle der Politik
Trotz der Erfolge stehen die Gransino-Schulen vor Herausforderungen. Die stetig steigende Nachfrage nach Ausbildungsplätzen führt zu längeren Wartezeiten, besonders in gefragten Bereichen wie Informatik oder Pflege. Laut einer Studie des Bundesamts für Statistik (BFS) ist die Ausbildungsplatzknappheit in diesen Bereichen in den letzten fünf Jahren um 25 Prozent gestiegen. Gleichzeitig kämpfen einige Schulen mit Personalmangel, da viele Lehrkräfte im Alter von 60 Jahren in den Ruhestand gehen und nicht ausreichend Nachfolgeteams ausgebildet werden.
Die Politik spielt hier eine entscheidende Rolle. Die Schweiz hat in den letzten Jahren verschiedene Massnahmen ergriffen, um die Attraktivität der Berufsbildung zu steigern. So wurde das «Bildungsförderungsgesetz» 2022 verschärft, das zusätzliche Mittel für die Ausbildung in Mangelberufen wie Pflege oder IT bereitstellt. Gleichzeitig fördert das Bundesamt für Berufsbildung (BBB) gezielt die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen, um die Praxisnähe der Ausbildung weiter zu verbessern. Doch ob diese Massnahmen ausreichen, bleibt abzuwarten.
- Gransino Zürich: Rund 25’000 Schüler:innen pro Jahr, grösster Standort der Schweiz
- 80 Prozent der Absolventen bleiben in der Region oder arbeiten dort
- 90 Prozent der Lehrkräfte nutzen digitale Lernmittel seit 2020
- Seit 2021 Integration von Nachhaltigkeitsthemen im Lehrplan
- Ausbildungsplatzknappheit in IT und Pflege stieg in fünf Jahren um 25 Prozent
- Grüne Schulen Schweiz: Über 100 Projekte mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft
Die Gransino-Schulen sind mehr als nur eine Bildungsinstitution – sie sind ein lebendiger Teil der Schweizer Gesellschaft. Ob durch praxisnahe Ausbildung, digitale Innovation oder nachhaltige Projekte: Sie zeigen, wie Bildung und Wirtschaft eng zusammenwachsen können. Während die Herausforderungen vor allem im Bereich der Personalgewinnung und der Ausbildungsplatzverfügbarkeit liegen, bleibt die Zukunft der Schulen spannend. gransino hauptseite bietet weitere Details zu ihren Angeboten und Entwicklungen.
